Dämmung

Möchten Sie Kosten sparen und das Klima schonen? Dann können Sie Ihr Haus dämmen. Wir informieren über Einsparungen und Kosten von Dämmmaßnahmen an Dach, Fassade sowie Keller und erklären, wann die Dämmung Pflicht ist.

Die Arten der Dämmung im Überblick

Dämmstoffe entlasten die Heizung und Ihren Geldbeutel. Denn je besser Sie Ihr Gebäude dämmen, umso weniger Energie benötigen Sie, um Wohlfühltemperaturen zu erreichen. Zur Auswahl stehen Ihnen dabei verschiedenste Möglichkeiten, wie die folgende Übersicht zeigt:

Dachdämmung: Unter, zwischen oder über den Sparren sorgen Dämmstoffe im Dach dafür, dass weniger Wärme entweicht. Die Dämmung spart 10 bis 20 Prozent der Heizkosten ein und lohnt sich, wenn Sie das Dach beheizen.

Dachbodendämmung: Auf der obersten Geschossdecke lassen sich Dämmstoffe einfach und günstig verlegen, wenn Sie im Dachgeschoss nicht heizen. Ihre Energiekosten sinken damit um 10 bis 20 Prozent.

Fassadendämmung: Hier bringen Experten Dämmstoffe an der Fassade an. Dabei unterscheiden Sie das Wärmedämmverbundsystem (WDVS; Dämmung und Putz), die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF; Dämmstoffe und vorgehängte Fassadenplatten) sowie die Innendämmung. Für zweischalige Mauerwerke gibt es außerdem die kostengünstige Einblasdämmung. Die Einsparungen liegen bei 15 bis 20 Prozent.

Kellerdeckendämmung: Ist der Keller unbeheizt, lassen sich Dämmplatten von unten an der Decke anbringen. Neben Einsparungen von 5 bis 10 Prozent sorgt das für warme Füße im Erdgeschoss.

Keller-/Perimeterdämmung: Bei beheizten Kellerräumen lohnt es sich, die Kellerwände zu dämmen. Die sogenannte Perimeterdämmung verlegen Experten außen in einem Graben. Ist das nicht möglich, kommt eine Innendämmung infrage. Die Maßnahme spart 5 bis 10 Prozent, schützt vor Schimmel und steigert den Wohnkomfort.

Wichtig zu wissen: Die Einsparungen verstehen sich als Durchschnittswerte. Eine zuverlässige Aussage bekommen Sie von einem Energieberater, der Ihr Haus genau unter die Lupe nimmt.

Dämmung: Pflicht nach EnEV und GEG

Da Dämmmaßnahmen am Haus auch CO2 einsparen, verpflichten Energieeinsparverordnung (EnEV) und Gebäudeenergiegesetz (GEG) teilweise dazu. So ist die oberste Geschossdecke zu dämmen, wenn diese den Mindestwärmeschutz nicht erfüllt. Pflicht ist außerdem die Dämmung an Dach, Fassade, Kellerdecke oder Kellerwänden, wenn Sie die Bauteile verändern, erneuern oder neu einbauen. Eine Ausnahme besteht, wenn die Dämmarbeiten weniger als 10 Prozent der jeweiligen Bauteilfläche des Gebäudes betreffen. Während die Dämmung im Denkmal keine Pflicht ist, können Sie eine Befreiung beantragen, wenn sich die Arbeiten nicht in absehbarer Zeit rentieren.

Kosten für Dämmarbeiten am Haus

Die Kosten der Dämmung hängen von der Maßnahme und den individuellen Gegebenheiten ab. Mit Ausgaben von 15 bis 60 Euro pro Quadratmeter sind Dachboden- und Kellerdämmung am günstigsten. Die Kellerwanddämmung kostet 80 bis 200 Euro und die Fassadendämmung zwischen 150 und 250 Euro pro Quadratmeter. Für die Dachdämmung können Sie je nach Art mit 30 bis 250 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Auch hier gilt: Die Angaben verstehen sich als Richtwerte. Konkrete Kosten erfahren Sie von einem Energieberater oder aus dem Angebot eines Fachhandwerkers.

Fördermittel senken die Kosten

Zur Finanzierung der Sanierung stehen neben günstigen Modernisierungskrediten auch staatliche Fördermittel zur Verfügung. So bekommen Sie staatliche Zuschüsse oder günstige Darlehen mit beachtlichem Tilgungszuschuss über die Programme 430 und 152 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Während Sie diese vor der Sanierung beantragen müssen, stehen Ihnen nachträglich Steuerboni zur Verfügung. So können Sie Ihre Sanierungskosten (maximal 40.000 Euro) über drei Jahre von der Steuer absetzen.