Finanzierung der Modernisierung

Sind die Fenster undicht? Bröckelt der Putz oder stottert die Heizung? Dann ist es Zeit für eine Sanierung. Viele Maßnahmen steigern dabei nicht nur den Wert Ihrer Immobilie. Sie senken auch die Energiekosten. Ist das eigene Budget zu knapp, können Sie eine Finanzierung für die Hausmodernisierung beantragen.

Modernisierung am Haus: Maßnahmen und Vorteile

Während eine Heizung nach 15 bis 20 Jahren auszutauschen ist, lassen viele Hausbesitzer alle 20 bis 25 Jahre die Küche oder das Bad modernisieren. Arbeiten an der äußeren Gebäudehülle unterliegen einem größeren Sanierungsturnus: Während Fenster und Haustüren etwa 30 Jahre gut funktionieren, steht alle 40 Jahre eine Sanierung von Dächern und Fassaden an.

Planen Sie die Arbeiten in diesem Rhythmus, halten Sie den Wert der Immobilie hoch. Sie sorgen für ein angenehmes Wohngefühl und für niedrige Heizkosten. In der Regel sind die Einsparungen dabei so hoch, dass sie trotz Finanzierung der Modernisierung weniger ausgeben als zuvor.

Finanzierung der Modernisierung: Kredite im Vergleich

Mit einer Finanzierung zur Modernisierung füllen Sie Ihr Budget einfach auf. Neben Modernisierungsdarlehen und Bausparverträgen stehen dabei oft auch Baufinanzierungen zur Auswahl.

Modernisierungskredit: Modernisierungskredite sind zweckgebunden und günstiger als Ratenkredite. Die Beantragung erfolgt jedoch genauso unkompliziert. Während die Finanzierung der Modernisierung bis zu 50.000 Euro meist ohne Grundbucheintrag funktioniert, bekommen Sie mit einem solchen teilweise bessere Konditionen.

Baufinanzierung: Kostet die Sanierung mehr als 50.000 Euro, lohnt es sich, Baugeld zu beantragen. Dabei handelt es sich um höhere Darlehen, die in der Regel mit einem Grundbucheintrag einhergehen. Sie sind vergleichsweise günstig und über eine längere Zeit zurückzuzahlen.

Bauspardarlehen: Hier sparen Sie über eine bestimmte Zeit monatlich Geld an, bevor Sie sich die Summe samt Darlehen auszahlen lassen. Da die Zinsen für das Bauspardarlehen schon zum Vertragsabschluss feststehen, ist diese Finanzierung der Modernisierung mit geringen Risiken verbunden.

Fördermittel senken die Kosten der Modernisierung

Eine Sanierung sorgt für sinkende Verbräuche und einen höheren Klimaschutz. Gründe, aus denen der Staat Hausbesitzer bei der Finanzierung der Modernisierung unterstützt. Neben attraktiven Zuschüssen stehen dabei oft auch günstige Darlehen und steuerliche Vergünstigungen zur Auswahl.

Energieeffizient sanieren: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert Sanierer über das Programm 430 mit erheblichen Zuschüssen. Über das Programm 152 vergibt sie alternativ dazu Kredite mit Tilgungszuschüssen von bis zu 20 Prozent. Zu haben sind die Mittel für Maßnahmen wie die Gebäudedämmung, den Austausch von Fenstern oder den Einbau neuer Türen.

Altersgerecht umbauen: Hohe Zuschüsse oder günstige KfW-Finanzierungen für die Modernisierung gibt es auch dann, wenn Sie Ihr Haus altersgerecht umbauen oder besser vor Einbrechern schützen. Relevant sind in diesem Fall die KfW-Programme 455 (Zuschüsse) und 159 (günstige Kredite).

Heizen mit erneuerbaren Energien: Setzen Sie in Zukunft auf erneuerbare Energien, vergibt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Zuschüsse von bis zu 45 Prozent. Die Förderung der Heizung gibt es unter anderem für hybride Gasheizungen, Wärmepumpen, Holzheizungen und die Solarthermie.

Steuerboni für die Sanierung: Alternativ zur KfW- und BAFA-Förderung, können Sie mit dem Steuerbonus für die Sanierung einen Teil der anfallenden Kosten von der Einkommensteuer absetzen. Erfüllen Sie die hohen technischen Voraussetzungen nicht, können Sie zumindest die Kosten der Handwerker steuerlich geltend machen.

Wichtig zu wissen: Die Förderprogramme von KfW und BAFA sind immer im Voraus zu beantragen.