Förderung der Heizung

Ist Ihre Heizung älter als 15 oder 20 Jahre, verbraucht sie oft mehr als nötig. Sie produziert hohe Heizkosten und schadet dem Klima. Gründe, aus denen sich ein Austausch lohnt. Das Besondere daran: Vom Staat bekommen Sie eine Förderung der Heizung. Abhängig vom gewählten System sind Zuschüsse von bis zu 45 Prozent möglich.

Verschiedene Programme zur Förderung der Heizung

Ganz gleich, ob Sie eine neue Gas-Hybridheizung einbauen, auf eine Wärmepumpe setzen oder das bestehende Heizsystem optimieren: In vielen Fällen bekommen Sie eine hohe Förderung der Heizung. Wie diese ausfällt, zeigt die folgende Übersicht:

Gas-Hybridheizung: Kombinieren Sie die neue Gasheizung im Bestand mit erneuerbaren Energien, bekommen Sie Zuschüsse in Höhe von 20 bis 30 Prozent vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Bis zu 40 Prozent gibt es, wenn Sie im gleichen Zuge eine Ölheizung austauschen.

Holzheizung oder Wärmepumpe: Holzheizungen wie Scheitholz-, Pellet- oder Hackschnitzelkessel fördert das BAFA genau wie wasserführende Pelletkaminöfen und Wärmepumpen mit Zuschüssen in Höhe von bis zu 35 Prozent. Für den Austausch alter Ölheizungen gibt es extra Zuschüsse. Beantragen können Sie die Förderung der Heizung im Neubau und bei der Sanierung.

Solarthermie: Für Solarthermieanlagen zur Warmwasserbereitung und/oder zur Heizungsunterstützung gibt es BAFA-Zuschüsse in Höhe von bis zu 30 Prozent. Die Mittel stehen im Neubau und bei der Sanierung zur Verfügung, wobei die technischen Anforderungen bei neuen Gebäuden sehr hoch sind.

Brennstoffzellen: Für eine stromerzeugende Heizung mit Brennstoffzellentechnik bekommen Sie einen Teil der Kosten erstattet. Erhältlich ist die Förderung der Heizung für Neubau- und Sanierungsvorhaben über das Programm 433 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Zusätzlich vergütet der Staat den selbst erzeugten Strom.

Konventionelle BHKWs: Für Blockheizkraftwerke mit Verbrennungsmotoren gibt es BAFA-Zuschüsse von 1.900 bis 3.500 Euro sowie eine Stromvergütung über das BAFA. Die Höhe der Förderung hängt hier von der elektrischen Leistung und der Effizienz der Geräte ab.

Nah- und Fernwärme: Schließen Sie Ihr bestehendes Haus erstmals an ein Nah- oder Fernwärmenetz an, bekommen Sie erhebliche Zuschüsse über das KfW-Programm 430. Alternativ können Sie auch ein Förderdarlehen mit bis zu 20-prozentigem Tilgungszuschuss über das KfW-Programm 152 beantragen.

Heizungsoptimierung: Die hohe Förderung der Heizung bekommen Sie auch dann, wenn Sie bestehende Anlagen optimieren. Zur Auswahl stehen Ihnen hier Zuschüsse sowie Darlehen der KfW oder Zuschüsse vom BAFA.

Reicht die Förderung der Heizung nicht aus? Dann nutzen Sie neben der BAFA-Förderung für das Heizen mit Erneuerbaren auch einen Modernisierungskredit zur Finanzierung der Sanierung. Günstige Darlehen vergibt die KfW im Programm 167.

Alternative: 20 Prozent Steuerbonus für die Sanierung

Alternativ zu den vorgenannten Möglichkeiten steht Ihnen auch ein hoher Steuerbonus für die Sanierung zur Verfügung. Mit diesem können Sie bis zu 20 Prozent der anfallenden Kosten (maximal 40.000 Euro) über drei Jahre steuerlich geltend machen. Erhältlich ist der Bonus für Heizungsanlagen mit Erneuerbaren, Optimierungsarbeiten an der Heizung und die Dämmung an Ihrem Haus.

Attraktive Fördermittel rechtzeitig beantragen

Möchten Sie die Förderung der Heizung nutzen, müssen Sie diese rechtzeitig beantragen. Bei KfW- und BAFA-Mitteln funktioniert das in der Regel vor der Sanierung online über die Webseiten der Fördergeber. Den Steuerbonus für die Sanierung machen Sie hingegen nachträglich geltend. Dazu geben Sie die Kosten in Ihrer Einkommensteuererklärung an.