Photovoltaik

Die Strompreise steigen Jahr für Jahr. Mit Photovoltaik und Stromspeicher muss das nicht sein. Denn damit nutzen Sie die kostenfreie Energie der Sonne, um sich zu mindestens 50 Prozent selbst zu versorgen. Durch sinkende Preise und attraktive regionale Fördermittel lohnt sich das immer mehr.

Funktion und Aufbau der Photovoltaik

Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um. Möglich ist das durch Solarzellen, die zu Modulen miteinander verbunden sind. Die Solarmodule (auch Solarpaneele) sitzen auf dem Dach und sind zur Sonne hin ausgerichtet. Abhängig von der Art der Solarzellen, benötigen Sie pro Kilowatt peak Leistung etwa 8 bis 10 Quadratmeter freie Fläche. Eine Anlage dieser Größe liefert unter günstigen Voraussetzungen etwa 800 bis 950 Kilowattstunden Strom im Jahr.

Da es sich dabei um Gleichstrom handelt, ist ein Wechselrichter erforderlich. Dieser wandelt den Solarstrom in Wechselstrom um, den Sie dann im Haus verbrauchen oder in das Netz einspeisen. Für die Abrechnung mit Ihrem Versorger benötigen Sie außerdem einen Verbrauchs- und Einspeisezähler.

Mit Stromspeicher sparen und Autarkiegrad steigern

Früher war es üblich, viel Strom gegen eine Vergütung in das Netz einzuspeisen. Durch sinkende Förderraten ist das nicht mehr lukrativ. Wer Geld sparen möchte, verbraucht heute einen Großteil des Stroms im eigenen Haus. Möglich ist das mit einem Photovoltaik-Stromspeicher. Das Gerät bevorratet Solarstrom vom Tage bis in die Nacht hinein. Sie decken damit mehr als 50 Prozent Ihres jährlichen Strombedarfs selbst und senken ihre Stromkosten deutlich.

Photovoltaik: Diese Voraussetzungen sind zu erfüllen

Damit die Photovoltaik hohe Erträge einbringt, müssen Ausrichtung und Neigung passen. Genau wie bei der Solarthermie bieten Süddächer mit einem Neigungswinkel von 30 bis 50 Grad die besten Voraussetzungen. Zeigen die Dachflächen nach Osten oder Westen ernten Sie auf der gleichen Fläche bis zu 25 Prozent weniger Strom und sollten mehrere Paneele einplanen. Wichtig für die Photovoltaik ist aber auch, dass keine Schatten über die Dachflächen ragen. Denn diese mindern den Ertrag und schaden der Wirtschaftlichkeit. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Voraussetzungen für die Installation einer Photovoltaikanlage:

  • ausreichend große Dachfläche ist verfügbar (etwa 1 kWp oder 8 bis 10 m² pro 1.000 kWh Stromverbrauch im Jahr)
  • die Dachflächen zeigen im besten Fall nach Süden und haben eine Neigung von 30 bis 50 Grad
  • das Dach ist statisch belastbar und kann die Photovoltaik tragen
  • im Haus ist Platz für einen Stromspeicher vorhanden (1 kWh Speicherkapazität pro 1 kWp Photovoltaik-Leistung)

Wichtig ist außerdem eine individuelle Planung. Denn nur wenn Experten Photovoltaik und Stromspeicher optimal auslegen, ist die Wirtschaftlichkeit der Anlage hoch.

Kosten und Fördermittel für die Technik

Für eine Anlage mit 4 Kilowatt peak und Stromspeicher fallen Kosten von 8.000 bis 12.000 Euro an. Hinzu kommen Ausgaben von 1.000 bis 2.000 Euro für Montage und Zubehör. Eine Komplettanlage bekommen Sie somit für 9.000 bis 14.000 Euro. Die Ausgaben amortisieren sich in der Regel nach 10 bis 12 Jahren. Über einen Zeitraum von 20 Jahren erwirtschaften Sie auf diese Weise einen Gewinn in Höhe von 10.000 Euro oder mehr.

Noch höher ist die Wirtschaftlichkeit mit Zuschüssen, die heute leider nicht in allen Regionen verfügbar sind. Ob Sie die Mittel beantragen können und wie hoch die Förderung ausfällt, weiß ein Energieberater aus Ihrer Region. Alternativ zur Zuschussförderung können Sie auch einen Modernisierungskredit oder ein günstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW Programm 270) nutzen.