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Ihr Weg ins Eigenheim

Finanzierung von Hausbau und Hauskauf in Süddeutschland: Kredite, Förderung & Tipps

Sie möchten keine Miete mehr zahlen und die eigenen vier Wände finanzieren? Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Budget bestimmen, welche Kreditarten zu Ihnen passen und welche staatlichen Förderungen Sie nutzen können.

Wieviel Haus kann ich mir leisten?

Ihr Budget ergibt sich aus Einkommen, Ausgaben und Eigenkapital. Planen Sie mindestens 10–20 % Eigenkapital für den Kaufpreis plus Nebenkosten ein. 

Haushaltsrechnung & Eigenkapital

  • Stellen Sie monatliche Einnahmen und Fixkosten gegenüber, um die tragbare Rate zu definieren.
  • Prüfen Sie Ihre Eigenkapitalquellen: Sparvermögen, Bausparguthaben, bestehende Immobilien, Eigenleistungen.

Nebenkosten beim Hauskauf

Einzuplanen sind u. a. Notar‑ und Grundbuchkosten, ggf. Maklerprovision sowie die Grunderwerbsteuer (5,0 % vom Kaufpreis in Baden Württemberg, 6,5 % vom Kaufpreis im Saarland).

 

Baufinanzierung einfach erklärt • Länge: 00:35

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Baufinanzierung einfach erklärt • Länge: 00:35

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Annuitätendarlehen

Bei dieser Art der Finanzierung von Hausbau und Hauskauf zahlen Sie immer gleiche Raten. Während die Zinszahlungen für die offene Restschuld anfallen und sinken, steigen die Tilgungsanteile mit der Zeit an. Insgesamt ist das Annuitätendarlehen sicher und gut planbar.

  • Planbare, gleichbleibende Raten
  • Zinsanteil sinkt, Tilgungsanteil steigt über die Zeit

Bauspardarlehen


Hier beginnen Sie schon früh damit, Geld für die Finanzierung von Hausbau oder Hauskauf anzusparen. Haben Sie etwa 30 bis 50 Prozent der Vertragssumme zusammen, bekommen Sie das Geld ausgezahlt. Für den offenen Betrag erhalten Sie ein Bauspardarlehen, dessen Zinsen bereits beim Abschluss des Vertrages feststehen.

  • Geld für die Finanzierung ansparen
  • Nach Zuteilung Darlehen mit schon zu Vertragsabschluss festgelegtem Zinssatz in Anspruch nehmen

Volltilgerdarlehen

Bei einem Volltilgerdarlehen zahlen Sie Ihren Kredit in einer festgelegten Zeit zurück und vermeiden das Risiko steigender Zinsen. Erforderlich sind dazu hohe Tilgungsraten. Da diese mit einer hohen monatlichen Belastung einhergehen, lohnt sich die Finanzierung von Hausbau oder Hauskauf über Volltilgerdarlehen für einkommensstarke Haushalte. 

  • Komplette Rückzahlung innerhalb einer definierten Laufzeit
  • reduziert Zinsänderungsrisiken
  • erfordert höhere Monatsraten

Checkliste: So finden Sie die richtige Bauweise

  •  Budget festlegen: Wie viel können Sie investieren?
  • Bauweise wählen: Massiv, Fertig oder Holz?
  • Energieeffizienz prüfen: KfW-Effizienzhaus, Passivhaus oder Standard?
  • Förderungen checken: KfW-Programme und regionale Zuschüsse nutzen.
  • Zeitplan klären: Wie schnell soll Ihr Haus stehen?
  • Experten einbinden: Architekt und Energieberater frühzeitig kontaktieren.

TIPP

 Ergänzen Sie flexible Sondertilgungen und Zinsbindungen passend zu Ihrer Lebensplanung.

TBD ////////// Welche Förderungen gibt es für Hausbau und Hauskauf in Baden-Württemberg und im Saarland?

Bundesweite KfW‑Programme (Neubau & Kauf)

  • Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude (KfW 297/298): Förderkredit für Neubau/Erstkauf eines Effizienzhaus‑40‑Standards; optional QNG‑Nachhaltigkeit für höhere Kreditbeträge. Hinweis: Ab 16.12.2025 gilt zusätzlich befristet die Förderstufe „Effizienzhaus 55“, um geplante Projekte zu aktivieren.
  • Wohneigentum für Familien – Neubau (KfW 300): Zinsgünstiger Kredit für Familien/Alleinerziehende beim klimafreundlichen Neubau; Einkommen gedeckelt (z. B. 90.000 € bei einem Kind, +10.000 € je weiterem Kind), Kredithöchstbetrag je nach Förderstufe und Kinderzahl (bis 270.000 €). 
  • Wohneigentum für Familien – Bestandserwerb (KfW 308): Für den Kauf einer Bestandsimmobilie mit anschließender energieeffizienter Sanierung (z. B. Ziel EH 85 EE). 

Energetische Sanierung & Heizung

  • KfW 261 (BEG WG – Kredit): Sanierung zum Effizienzhaus mit Kredit bis 150.000 € je Wohneinheit und Tilgungszuschuss (5–45 %) abhängig vom erreichten Effizienzhaus‑Standard. 
  • BEG Einzelmaßnahmen (seit 2024 reformiert): BAFA fördert weiterhin Gebäudehülle, Anlagentechnik (ohne Heizung) und Heizungsoptimierung (Grundfördersatz bis 15 % + iSFP‑Bonus 5 %); der Heizungstausch (z. B. Wärmepumpe) wird über die KfW abgewickelt. 
  • Steuerbonus (§ 35c EStG): Für energetische Maßnahmen an selbst genutzten Häusern: bis zu 40.000 € Steuerermäßigung über drei Jahre; Voraussetzungen und Bescheinigung nach amtlichem Muster. 

Checkliste für Ihren Finanzierungsstart

  • Haushaltsrechnung erstellen und Zielrate festlegen
  • Eigenkapital (10–20 %+) und Nebenkosten (inkl. 5,0 % Grunderwerbsteuer oder 6,5 %) kalkulieren
  • Kreditart wählen (Annuität, Bauspar, Volltilger)
  • Fördermix definieren (KfW 297/298, 300/308, 261; BAFA‑EM; § 35c)
  • Energieeffizienz‑Expertin/‑Experten frühzeitig einbinden (BEG‑Voraussetzung)

FAQ Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg?
In ganz Baden‑Württemberg liegt die Grunderwerbsteuer bei 5,0 % des Kaufpreises.
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer im Saarland?
In ganz Baden‑Württemberg liegt die Grunderwerbsteuer bei 5,0 % des Kaufpreises.
Welche KfW‑Förderung gibt es für klimafreundlichen Neubau?

Renovierung
Renovierungen werden oft mit Schönheitsreparaturen gleichgesetzt. Sie verbessern den Komfort und das Wohngefühl. Baumängel werden dabei nicht behoben. Zu Renovierungsarbeiten zählen beispielsweise:

  • Wände streichen oder tapezieren,
  • Bodenbelag oder Fliesen erneuern,
  • Polstermöbel neu beziehen oder aufarbeiten,
  • Parkett abschleifen,
  • Türen lackieren.

Sanierung
Von Sanierungsarbeiten spricht man, wenn Schäden oder Baumängel repariert werden. In diesem Zusammenhang tauchen oft auch die Bezeichnungen Instandsetzung oder Instandhaltung auf. Eine Sanierung kann mehrere Maßnahmen der Instandsetzung bzw. Instandhaltung beinhalten. Beispielsweise dient eine Kernsanierung dazu, die Bausubstanz einer Immobilie vollständig wiederherzustellen. Wenn Sie bauliche Maßnahmen vornehmen, die den Energieverbrauch von Warmwasser, der Lüftung oder der Heizungsanlage verringern, zählt das zur energetischen Sanierung.

Sanierungen erfordern Fachwissen. Daher ist es ratsam, eine Bausachverständige oder einen Bausachverständigen hinzuzuziehen. Die oder der Bausachverständige macht eine gründliche Bestandsaufnahme von vorhandenen Schäden, die manchmal auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Besonders, wenn Sie ein altes Haus kaufen, besteht häufig Sanierungsbedarf.

Beispiele für Sanierungen sind:

  • undichte Fenster austauschen,
  • Schimmel oder Asbest entfernen,
  • nassen Keller trockenlegen,
  • Balkon abdichten,
  • morsche Holzbalken erneuern.

Modernisierung
Mit einer Modernisierung bringen Sie Ihre Immobilie auf den neusten Stand und erhöhen damit ihren Wert. Das kann zum Beispiel Maßnahmen beinhalten, mit denen Sie Wasser und Energie einsparen. Gesetzlich vorgeschriebene Modernisierungen liegen im Bereich des Brandschutzes.

Zu allgemeinen Modernisierungsmaßnahmen gehören beispielsweise:

  • Fassade dämmen,
  • Schallschutz verbessern,
  • Barrierefreiheit gewährleisten,
  • Wärmeschutzfenster einsetzen,
  • Heizung modernisieren.
Bekomme ich Zuschüsse für Sanierungsmaßnahmen?

Eine Förderung für Modernisierungsmaßnahmen kann in der Regel von staatlichen Stellen, Kommunen, Energieversorgern oder anderen Institutionen gewährt werden, um bestimmte Ziele wie Energieeinsparung, Umweltschutz oder Barrierefreiheit zu fördern. Die genauen Bedingungen und Voraussetzungen für eine Förderung können je nach Art der Maßnahme, Region und Förderprogramm variieren.

Hier sind einige Beispiele für Förderungen im Zusammenhang mit Modernisierungsmaßnahmen:

  • KfW-Förderung: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet verschiedene Förderprogramme für energieeffizientes Bauen und Sanieren an. Dazu gehören z.B. Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite für die energetische Sanierung von Gebäuden, den Einbau erneuerbarer Energien oder die Barrierefreiheit.
  • BAFA-Förderung: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet Förderungen für Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien an. Dies umfasst z.B. Zuschüsse für den Austausch von Heizungsanlagen, die Installation von Solaranlagen oder die Optimierung der Gebäudehülle.
  • Länder- und Kommunalförderung: Viele Bundesländer und Kommunen bieten eigene Förderprogramme für Modernisierungsmaßnahmen an. Diese können z.B. Zuschüsse für die energetische Sanierung von Gebäuden, die Förderung von Barrierefreiheit oder die Unterstützung von Maßnahmen zur CO2-Reduktion umfassen.
  • Energieversorger-Förderung: Einige Energieversorger bieten Förderungen für energieeffiziente Maßnahmen an, um den Energieverbrauch zu senken und die Umwelt zu schonen. Dies kann z.B. Zuschüsse für den Austausch von Heizungsanlagen, die Installation von Smart-Home-Systemen oder die Dämmung von Gebäuden umfassen.

Um eine Förderung für Modernisierungsmaßnahmen zu erhalten, ist es wichtig, sich frühzeitig über die verfügbaren Förderprogramme zu informieren, die Voraussetzungen zu prüfen und die Antragsmodalitäten zu beachten. Oft sind die Fördermittel begrenzt und es gelten bestimmte Fristen für die Antragstellung. Es empfiehlt sich daher, sich rechtzeitig um eine Förderung zu bemühen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.

Was bedeutet BEG-Voraussetzung?
In ganz Baden‑Württemberg liegt die Grunderwerbsteuer bei 5,0 % des Kaufpreises.


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Marta Wojtunik, Baufinanzierungsberaterin

Gibt es Fördermittel für Hausbau und Hauskauf?

In vielen Fällen können Sie auf die Förderung vom Staat setzen. Geht es um einen Neubau, erhalten Sie dabei in der Regel Darlehen mit besonders niedrigen Zinsen. Zur Auswahl stehen unter anderem folgende Angebote:

  • Klimafreundlicher Neubau: Für einen klimafreundlichen Neubau bekommen Sie Fördermittel von der KfW. Verfügbar sind besonders günstige Darlehen aus dem Programm 297/298 der Förderbank. Um diese zu erhalten, müssen Sie ein neues Effizienzhaus der Stufe 40 mit Umweltheizung und besonders niedrigen CO2-Emissionen bauen oder kaufen.
  • Wohneigentum für Familien: Familien steht voraussichtlich ab Juni 2023 das Förderprogramm „Wohneigentum für Familien“ (WEF) bereit. Dieses wird in Form von günstigen Krediten über die KfW zu erhalten sein. Wer mit einem Kind klimafreundlich baut und nicht mehr als 60.000 Euro pro Jahr verdient, soll Darlehen von bis zu 240.000 Euro beantragen können. Für jedes weitere Kind steige die Einkommensgrenze aktuellen Informationen zur Folge um jeweils 10.000 Euro an. 

Während der Staat Neubauvorhaben überwiegend mit vergünstigten Darlehen fördert, gibt es bei der Sanierung von Bestandsgebäuden auch Zuschüsse und Steuererleichterungen. Zur Auswahl stehen dabei Angebote von der KfW, dem BAFA und dem Finanzamt:

  • Ganzheitliche Sanierung: Übertreffen Sie bei einer Sanierung den Neubaustandard, können Sie Fördermittel aus dem KfW-Programm 261 in Anspruch nehmen. Verfügbar sind zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschüssen, deren Höhe mit zunehmender Energieeffizienz steigt.
  • Einzelne Sanierungsmaßnahmen: Ersetzen Sie die alte Heizung durch eine Wärmepumpe, Solaranlage, Holzheizung oder eine Brennstoffzellenheizung? Genau wie für die Erweiterung bestehender Anlagen und den Anschluss an ein Gebäude-/ oder Wärmenetz bekommen Sie dafür eine Förderung. Ebenso für Sanierungsmaßnahmen am Gebäude wie neue Fenster oder Haustür sowie Dämmung von Dach oder Fassade. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beteiligt sich dabei an einem Teil der Kosten, und die Finanzierung der Sanierung nach einem Hauskauf wird günstiger.
  • Steuerbonus für die Sanierung: Übertreffen Sie die gesetzlichen Mindestanforderungen bei Sanierungsvorhaben am eigenen Haus oder bauen eine umweltfreundliche Heizung ein, lässt sich ein Teil der Kosten steuerlich geltend machen. Voraussetzung ist die Sanierung eines mindestens zehn Jahre alten und selbst genutzten Hauses.